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Presseartikel Baum der Freundschaft gemalt

Baum der Freundschaft gemalt

Abschied von 68 "Tschernobyl-Kindern": Fest mit den Gasteltern

HERSCHBACH/OWW. JOS. Abschiedsstimmung lag über dem Schlußfest rund um die Gemeindehalle, das für die 68 Tschernobylkinder vom Pfarrgemeinderat (PGR) der Pfarrei Hahn-Herschbach vorbereitet worden war. Das kirchliche Gremium wurde dabei von der örtlichen Feuerwehr, den Alten Herren, der Freizeit-Fußballmannschaft und dem Steuerbüro Fasel unterstützt. Detlef Dillmann vom Bezirkscaritasverband Westerwald hieß Kinder und Gasteltern willkommen und dankte der Pfarrei ebenso wie der Aktion HELFT UNS LEBEN unserer Zeitung. Ludmilla Meteliza, Leiterin der weißrussischen Gruppe und Dolmetscherin, übergab Dillmann zum Dank für vier erholsame Wochen das Bild eines Baumes, der an 68 Blättern die Namen aller weißrussischen Kinder trug. "Es ist gut, daß wir hier so viele Freunde haben", sagte sie, und ihre Kollegin Anna Terechkowskaja lud die Gastgeber zum Besuch nach Tschetschersk ein.

Worte des Willkommens sprach PGR-Vorsitzender Jürgen Becker, der allen Helferinnen und Helfern, die am Fest beteiligt waren, dankte - "das bringt Gemeinschaft!" sagte er unter dem Beifall aller Kinder und Erwachsenen.

Das bunte Programm bot unter anderem eine Schminkecke, Glücksraddrehen, Bemalen von Einkaufstaschen und Darbietungen einer Gauklergruppe. Die erste Schautanzgruppe Montabaur unter Leitung von Rosemarie Hol~zenthal erfreute in schmucker Kostümierung und vollendet geschminkt mit zwei rhythmischen Tänzen, die von den Kindern mit begeistertem Händeklatschen begleitet wurden.

Später, als sich die Sonne hervorgetraut hatte, ging das Fest draußen weiter mit Geschicklichkeits- und Wettkampfspielen. Die Gastkinder schlüpften in Feuerwehruniformen und konnten im Feuerwehrauto der Herschbacher Floriansjünger kurze Fahrten unternehmen oder in der Ponykutsche von Paul Lembke, Berod, um den Festplatz fahren.

"Daß mir nichts übrig bleibt!" forderte der PGR-Vorsitzende freundlich, bevor es ans große Mampfen ging. Abschluß war ein Luftballonwettbewerb. Am Dienstag vormittag treten die weißrussischen Gäste mit dem Bus ihre 36stündige Heimreise an. Auch im nächsten Jahr werden wieder "Tschernobylkinder" zu Gast sein. Dillmann nannte als Termin die Zeit vom 2. bis 30. Juni 1997.
 
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