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Presseartikel Senioren und Fastnacht passen bestens zusammen
700 ältere Mitbürger aus der Verbandsgemeinde Montabaur hatten gestern beim Karnevalsnachmittag im Haus Mons Tabor viel Spaß

Senioren und Fastnacht passen bestens zusammen

Maria Simrock aus Horbach tanzte mit 98 Jahren munter auf Bühne
MONTABAUR. RL/CLI. Rund 700 Senioren haben gestern beim närrischen Nachmittag der Verbandsgemeinde im Haus Mons Tabor gezeigt, daß man auch im Alter noch ausgelassen Karneval feiern kann. "Wir machen Stimmung jetzt im Haus, treiben Sorgen und Trübsal aus" sangen die Gäste zur Schneewalzer-Melodie. Marianne Jung (Oberelbert) führte durch das Programm. Ein letztes Mal als Beigeordneter der Verbandsgemeinde grüßte Heinz Reusch die junggebliebenen Narren von der Bühne. Nach einer Stärkung bei Kaffee und Berlinern stimmten sich die Senioren mit Schunkeln auf das Programm ein.

Mit Zylinder und Regenschirm tanzte die Seniorengruppe von Hildegard Neuburger aus Niederelbert rhythmisch und kess ihren "Champs-Elysées"-Tanz. 13 Besucherinnen über 85 begrüßte Bürgermeister Dr. Paul Possel-Dölken auf der Bühne und ehrte sie mit einem Blumenstrauß. Der älteste Gast, Maria Simrock aus Horbach, tanzte mit ihren 98 Jahren noch munter mit Marianne Jung. Dann formierten sich auch die Senioren aus Niederelbert zu Tanzpaaren und zeigten ihre "Sternpolka".

"Zurück kam ein menschliches Wrack" erzählte Mia Philippi von den Begebenheiten um ihren Mann, der in Kur war. "Wenn ihr mal was erleben wollt`, geht in Kur", schloß sie ihren Vortrag. 88 Jahre zählte die älteste Tänzerin beim "Break-Mixer" der Seniorengruppe aus Gackenbach, Horbach und Hübingen. "Sparen heißt es überall", moserte Horst Guntershausen in der Bütt. Seine Meinung: "Seit der Erhard ist verduftet, fehlt's dem Waigel an Verstand."



"Raketen" gezündet

Es kann schon schwierig sein, bei einem Gerichtstermin die Personalien aufzunehmen. Das zeigten Rosemarie Keller und Lutzi Dommermuth. Die beiden wurden mit einer Rakete belohnt. In schwarzen Samtkleidern begeisterte die Tanzgruppe des TuS Montabaur mit ihrem Tanz "Jazz Swing" unter Leitung von Inge Schröter. "Lieber häßlich, dick und klein, denn der gehört dir ganz allein", erzählte Inge Merzbach von den Tips ihrer Mutter, am schnellsten unter die Haube zu kommen. "Wie es war vor 50 Jahr" stimmte die Frauengemeinschaft Niedererbach an. "Alles wat schö is, kannste nit mi", beklagten sich die Damen in alten Hüten und Röcken. Am Ende waren sie sich einig: "An der Fassenacht is alles wieder schi."

Susanne Klinkner klärte den "unwissenden" Bernhard Wilhelmi über die berühmtesten Werke von Schiller auf. Wer waren "Die Räuber"? - "die Herren vom Finanzamt". Wie sie nächtelang in Rio Samba tanzte, ihren jungen Liebhaber mit Reizwäsche von Hisgen betörte und in Namibia den Dschungel erkundete, erzählte Agnes Schughart in der Bütt.

Dann wurde es orientalisch: Erst bot die Schautanzgruppe der Schloß-Garde Mons Tabor (Leitung: Irmgard Thome) in herrlichen Kostümen einen wunderschönen Tanz. Nach einem Auftritt der Kadetten der Schloß-Garde und ihren Solotänzerinnen Nina Karaski und Rebekka Barbanus zog dann das Kinderprinzenpaar der GKM Montabaur, Gesa-Fee I. und Michael VII., mit ihrem zauberhaft verkleideten Hofstaat ein. Munter wünschten die jungen Tollitäten den Senioren viel Frohsinn, um dann die Pagen der GKM, die Tanz-Garde Oberelbert und Prinz Jens I. von Feuer und Flamme hereinzurufen. Die jungen Pagen (Leitung Renate Erhard) und die weibliche Garde boten sehr gelungene Tänze, und Prinz Jens begrüßte die Gäste auf sehr sympathische Weise. Alle zusammen, die Akteure auf der Bühne wie die Senioren im Saal, konnten dann auch aus voller Überzeugung singen: "So ein Tag, der sollte nie vergehen. . ."



 
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