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Presseartikel Montabaur wird jetzt grün regiert
Prächtige Kürung von Prinz Karl-Heinz I. Botanicus im Haus Mons Tabor - "Die Freude soll ganz allgemein der Kompost unsres Lebens sein"

Montabaur wird jetzt grün regiert
Die neue Tollität ist nun in Amt und Würden

In einer prächtigen Kürungsfeier im Haus Mons Tabor hoben die Gecken der Kreisstadt ihren Prinzen Karneval, Karl-Heinz I. Botanicus zu Mons Tabor, auf den Narrenschild. Von Josef Otto Schneider

MONTABAUR. GKM-Geschäftsführer Karl Arnst moderierte den Kürungsabend mit vollendeter Rhetorik und hieß viele Ehrengäste, darunter Bürgermeister Dr. Possel-Dölken, Vertreter der Bundeswehr Montabaur, die Freunde von "Grau-Blau" Höhr-Grenzhausen mit dem Prinzenpaar, die Hilgerter Motzen und die Horresser Möhnen sowie eine originelle "Ginkgo-Gruppe" vom Wassergraben willkommen.

Die Sänger des "Mendelssohn Bartholdy" unter Willi Becker, gratulierten, lausbübisch wie selten, mit mehreren Liedern ihrem prinzlichen Sangesbruder Karl Heinz Ferrai zum Amtsantritt. In einem literarisch anspruchsvollen Spiel übergaben Karl-Heinz Göbel als "Schmied", Hermann Altenhofen als "Minnesänger", Kaplan Dr. Johannes Arnold als "Goethe" und Oberstleutnant Rainer Weber als "Landsknecht" dem Prinzen Kette, Schuhe, Gewand und Prinzenmütze.

Hofmarschall Herbert Ploch verkündete, nachdem wenig später der Prinz samt Hofstaat in voller Montur umjubelt in die Narhalla eingezogen waren, die auf den Zivilberuf der Tollität abgestimmte Prinzenproklamation, welche folglich in den Wahlspruch mündete: "Die Freude soll ganz allgemein der Kompost unsres Lebens sein!"

Der Prinz 1997, Jens I. und sein Hofmarschall Willi Löwenguth, nunmehr "ex", übergaben devot das Prinzenzepter an Tollität und die Scherpe an Hofmarschall Ploch. Namens der neuen "Heiterkeit" verehrte Jens einen silbernen Prinzenpokal des Elferrats. Susanne Kotschwar grüßte für die Schloß-Garde Mons Tabor mit einer Flasche "Ginkgo-Sondercuvee", während Karl Arnst, den Prinzennamen "Ferrai" deutend, für die GKM einen silbernen Amboß am Bande übergab. Die Bruderschaft der Exprinzen gratulierte durch Präsident Dr. Reinhold Fuchs, der in brillanter Rede elf Nistkästen, farblich von schwarz und gelb bis rot-grün, auf ihre politisch-hintergründige Symbolik "abklopfte".

Die Erste Schautanzgruppe Montabaur erfreute mit einem rassigen Tanz und schenkte durch Rosi Holzenthal eine von Kunstschlosser Rainer Girmann geschaffene Prinzenstandarte. Ein komödiantisch-rednerisches Bravourstück folgte mit Martina Paul, die als verlassene "Ehemalige" mit kesser Lippe den Prinzen als ungetreuen Liebhaber entlarvte und dennoch Prinzenkuß und -orden erhielt.

Herzlich gratulierten die Freunde aus Höhr- Grenzhausen, voran das Prinzenpaar und Grau-Blau-Präsident Thomas Paulsen, der vor allem der neuen "Heiterkeit" einen glücklichen Start wünschte. Hoch gingen die Stimmungswogen, als das Trompeten-Duo Charlotte und Jürgen Bentling (Saarbrücken) mit seiner Kunst die Narhalla verzauberte, bis im Dunkel Hunderte Lichter aufflammten. Und dann mündete eine Polonaise in eine lange Nacht.
 
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