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Presseartikel Diese Schloss-Garde geht nicht baden

Diese Schloss-Garde geht nicht baden

Fulminante "Fastnachts-Ouvertüre" in der Bürgerhalle läßt Schwung für die Session erwarten Von Josef Otto Schneider
Mit einem weithin vernehmbaren Paukenschlag in der überfüllten Bürgerhalle des Rathauses gab die Schloss-Garde Mons Tabor den Startschuß für die neue Karnevalssession in der Kreisstadt. Sozusagen in die Rolle närrischer "Paten" waren mit den Korporationen GKM, Bruderschaft der Exprinzen - die, wie es hieß: neuformierte "Heiterkeit" - städtische Narrenfreunde geschlüpft, während aus Höhr-Grenzhausen das Prinzenpaar, die Exprinzen, das Komitee Fastnachts-zug und die KG "Grau-Blau", die Hilgerter Motzen, die Karnevalsfreunde Ransbach-Baumbach, der Eitelborner Karnevalsverein, der Kultur- und Heimatverein Buchfinkenland und der Möhnenklub Untershausen dem Stapellauf des Montabaurer Narrenschiffs Starthilfe gaben.

Die frischgebackene Schloss-Garde-Vorsitzende Susanne Kotschwar, die, unterstützt durch ihren "Vize" Thomas Denker und Gardekommandant Helmut Weinriefer, durch das Zweistundenprogramm führte, hieß mit Können und Charme die vielen Freunde und Gäste willkommen. Sie erlaubte Landrat Peter Paul Weinert, mitten in ihre Ansprache eine aufgekratzt-fröhliche Reverenz an die Garde und ihre Führung "loszuwerden" und bedankte sich bei vielen Helferinnen und Helfern mit Orden und Blumensträußen.

Bürgermeister Dr. Possel-Dölken, noch ganz unter dem Eindruck der prinzlichen Vorstellung am Vormittag, entbot als "Hausherr" allen Gästen seinen Gruß, schlug vor, die "Schloss-Garde" wegen ihrer Verdienste um die Stadt als einen ihrer besten "Botschafter" zutreffender "Stadt-Garde" zu nennen und freute sich, daß der Gardeorden 1997/98 die Rutsche des noch nicht eröffneten renovierten Hallenbades zeige. "Ich hoffe, die Garde geht an Aschermittwoch nicht baden!" fügte er närrisch-zweideutig hinzu.

Gruß- und Dankesworte sprachen Josef Melchior ("Der Alte ist schon wieder da!"), der noch amtierende Prinz Jens I. sowie die kommende Tollität, Karl Heinz I., Botanicus zu Mons Tabor und deren Hofmarschall Herbert Ploch. Kein Schloss-Garde-Fest ohne Garde- oder Schautanz!

Und so wurden denn ob ausgezeichneter Darbietungen begeistert gefeiert die Tanzmariechen des Gastgebers, einstudiert von Irene Boller, die Tanztruppe aus Ransbach-Baumbach mit einer Strauß-Schnellpolka, die erste Schautanzgruppe Montabaur mit "Dance, dance, dance" (Rosemarie Holzenthal) und die Tanzgruppe der Hilgerter Motzen in alpenländischer Tracht und mit viel Rhythmus. Feine Kostüme und geschmackvolles Make-up bildeten - neben dem tänzerischen Element - die sichtbare Grundlage bei allen Auftritten. Das Duo "Take two" ließ zwischendurch die Feiernden bei Schunkeln und Gesang nicht zur Ruhe kommen - ein närrischer Auftakt, der viel Schwung für die Session erwarten läßt.


 
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