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Presseartikel Programm so bunt wie die Kostüme

Programm so bunt wie die Kostüme

Montabaurer Pfarrfastnacht fast nur mit "Eigengewächsen" bestritten - Majestäten und Tänzer vervollständigten den Abend

So bunt wie der Stoff für das Gewand des Narren war auch das Programm des Fastnachtsabends gewebt, der unter dem Motto "Narretei in der Pfarrei" stand. Das Montabaurer Pfarrzentrum "St. Peter" platzte schier aus den Nähten.Von Josef Otto Schneider

 

MONTABAUR. Der Ausschuss "Pfarrfastnacht" der alten Pfarrei hatte sich erfolgreich um heimische Narren bemüht, die zum großen Teil aus der Reihen der Pfarrangehörigen selbst kamen, über gute Ideen und Bütten- und Bühnenerfahrung verfügten.

Die Bühne war das Podest, es gab keinen Vorhang. Dafür aber war die Stätte närrischen Tuns fein dekoriert. Durch den Abend führte mit schönen Reimen Karl Ortseifen aus Ettersdorf; er begrüßte ein volles Haus und einige Ehrengäste, darunter Pfarrverwalter Kaplan Hans Mayer und Pater Pablo.

Zuverlässiger Partner war auch diesmal wieder die Schloss Garde Mons Tabor, die mit Klatschmarsch einzog und tänzerisch, darunter mit einem Solotanz von Rebekka Barbanus, erfreute. Ein herzliches Willkommen galt Kinderprinzessin Alina II. von der tanzenden Zunft, begleitet von der Gruppe der GKM-Pagen, die einen schönen Tanz darboten. Da hielt es Prinz Michael II. und sein Gefolge nicht länger vor der Tür - er zog ein, stürmisch begrüßt von seinen Untertanen, die seine Ansprache und den Tanz seiner "Last-Minute-Dancers" mit viel Beifall bedachten.

Monika Hoffmann, seit Jahr und Tag Pfarrprotokollerin, blickte weit in die Politik, kritisierte aber auch den verkaufsoffenen Sonntag. Die Erste Schautanzgruppe Montabaur unter Rosi Holzenthal bot mit zwei Ensembles hervorragende Tanzleistungen, was die Narhalla mit großem Applaus bedachte. Aus dem Pfarr-Familienkreis "Gaudeamus" stellten sich Inge und Friedel Ortseifen und Jutta und Wilfried Dickopf im Dreiteiler "St. Peter News" als heiter-versierte Insider vor. Das Thema "Schwarzgeldkonten" persiflierten gekonnt Frank Haberstock und Karl Ortseifen in lockerem Lied, während "Meister Silberlocke", Günter Feilen, als Figaro "Haarsträubendes" zu erzählen wusste.

Günter Orthey erlaubte seinen Zuhörern einen tiefen Einblick in seine "Polizistenlaufbahn", und Gabi Wieland löste sich aus dem Publikum, um in der Bütt bei einem Gang durch die Stadt - "Unser Tratsch ist der Beste!" - allerlei Ungereimtheiten preis zu geben. Die Gesangsgruppe "Sudhausboys" (Klavier: Dirk Günster) brachte den Saal zum Ausklang der Schau mit Spitzensongs des Kölner Karnevals zum Kochen. Die Kapelle "Take two" sorgte für Schwung und bat mehrfach zum Schunkeln und dann zum Tanz.

 

 

 

 
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