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Presseartikel Europrinz auf Narrenthron
Ex-Bürgermeister Dr. Paul Possel-Dölken nahm als Bruder Nixnutzius die Ereignisse rund um das Kreisstadthospital geistreich aufs Korn - Jürgen I. wurde eingeführt

Europrinz auf Narrenthron


Ausgelassene Feier im reich geschmückten Haus Mons Tabor begeisterte das närrische Publikum

Jürgen I., Europrinz und Clinicus alias Jürgen Simon, hat die Herzen seiner Montabaurer Untertanen bei der Prinzenkürung am Freitagabend im Haus Mons Tabor im Handumdrehen gewonnen.

MONTABAUR. Närrisches Lokalkolorit gehobener Klasse, eine ausgedehnte Gratulationscour, Gesang- und Tanzdarbietungen und Ordensverleihungen und ein ausgelassen mitgehendes Publikum bildeten die "Träger" der Prinzenkürung im Haus Mons Tabor: Jürgen I., Europrinz und Clinicus, begleitet von Hofmarschall Manfred Reifenberger, bestieg in fünfstündigem glanzvollen Bühnengeschehen den Narrenthron. Dabei spielte der Beruf der Tollität als Kaufmännischer Direktor des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in allen Ansprachen eine unverzichtbar- heitere Rolle.

GKM-Präsident Karl Arnst hieß ein volles Haus zu einem Abend willkommen, der zunächst Exbürgermeister Dr. Paul Possel-Dölken, als "Bruder Nixnutzius" vermummt, Gelegenheit gab, interne Beobachtungen rund ums Kreisstadthospital samt Ärzteschaft geistreich zu glossieren.

Der Einzug des Prinzen mit über hundert Aktiven der Montabaurer Korporationen in bunten Uniformen und Kostümen, darunter des Prinzen Freundeskreis als glamouröse 30-köpfige Clownsgruppe, seine Vorstellung und Rede an das Volk ("Ich werde barmherzig alle Narren lieben!"), war vom Jubel der Untertanen begleitet, der ebenso Kinderprinzessin Denise I. von der Alberthöhe galt. Hofmarschall und Prinz, 1991 noch in umgekehrten Ämtern einander dienend, versicherten, das Volk "stets bereit durch die fünfte Jahreszeit" zu führen. Tollität ließ die Prinzenproklamation verlesen, die Prinzenstandarte präsentieren, genoss die Tänze der GKM-Kinderpagen und der Tanzmariechen der Schloss-Garde, deren Vorsitzende, Susi Kotschwar, erste Gratulantin war und eröffnete den Ordenssegen, der sich über Ehefrau Monika, weitere nahe Angehörige und über viele verdiente Mitstreiter ergoss.

Dr. Michael Fuchs als Vorgänger im Prinzenamt gratulierte Jürgen I. und überreichte "als letzte Amtshandlung" das Prinzenzepter. Gewohnt spritzig entbot Dr. Reinhold Fuchs die Glückwünsche der Bruderschaft der Exprinzen, wie auch GKM-Präsident Karl Arnst, der, sichtlich erfreut, eine gute Regentschaft vorher sagte und die Prinzenkette und einen kostbaren Kristallpokal übergab. Namens der "Heiterkeit" wünschte Präsident Jens Weinriefer dem Prinzen eine erfolgreiche Kampagne. Ihre gemeinsame Aufwartung machten der Tollität VG-Bürgermeister Edmund Schaaf und Erster Stadtbeigeordneter Peter Häußler, in deren Obhut der Prinz den von Schreinermeister Rainer Becker gefertigten zweiten Prinzenordenschrank für die Bürgerhalle übergab. Die Erste Schautanzgruppe Montabaur komplettierte den Reigen der Gratulanten mit einer trefflichen Präsentation hohen tänzerischen Könnens. Alle Gratulanten hielten Ergebenheitsgeschenke bereit.

Der um großartige Showteile bereicherte, von der Delight Show Band Bendorf schwungvoll begleitete Abend brachte mit dem Duo "Mainzer Bänkelsänger", dem Rheinland- Fanfarenensemble aus Bonn- Hersel und dem Tanzensemble "Schneeflocken" aus Bad Godesberg, einer in Darbietung und Kostümierung von Niveau getragenen Herrengruppe, auch Gäste von außerhalb in die Narrhalla. Sängerin Rosita heizte als Botschafterin des Kölner Karnevals mit trefflichen "Kamelle" ein - arme Stühle im Haus Mons Tabor! Josef Otto Schneider
 
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