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Presseartikel Närrischer Mix aus buntem Allerlei
Närrischer Mix aus buntem Allerlei

Sitzung der KG Heiterkeit im Haus Mons Tabor war klasse, aber mäßig besucht - In der Bütt war das FOC ein Thema

Der Prinz kommt - doch das Volk verweigert ihm seine Aufwartung. Die erste Narrensitzung der KG Heiterkeit in der Kampagne bot ein buntes Programm für ein exklusives Publikum, war aber mäßig besucht.

MONTABAUR. Der Zuschauerraum im Haus Mons Tabor ließ eher eine gut besuchte Generalprobe vermuten. Nur knapp 150 Besucher wollten bei der ersten von zwei Narrensitzungen der Karnevals- Gesellschaft Heiterkeit dabei sein. Der Rest der Sitzplätze füllte sich leidlich mit Aktiven.

"So setzt man die Fastnacht wieder matt", warnte auch der Sheriff dieser Schusterstadt alias Hubert Schwickert. Er machte sich in Versform stark für die Montabaurer Fastnacht. Doch nicht überall kam die Botschaft an: Die Bierbar im Haus Mons Tabor blieb nach der Sitzung geschlossen. Das stimmte die KG Heiterkeit alles andere als heiter.

Das beherrschende Thema dieser Session? Ralph Dommermuth und das FOC waren wiederholt Thema in der Bütt. Und nicht zuletzt das Krankenhaus. Das Krankenhaus? Das hat es dem Prinzen zu verdanken. Der erste Mann der fünften Jahreszeit, Karnevalsprinz Jürgen Simon, entstammt dem Geschlecht der barmherzigen Brüder und ist in deren Klinik als Kaufmännischer Direktor tätig. Mit seinem närrischen Gefolge sorgte er für einen farbenfrohen Auftakt. Narren in blau-goldenen Kostümen und glitzernde Clowns in prächtiger Aufmachung standen ihm zur Seite, als er mit seiner Antrittsrede Geschichten rund ums Krankenhaus erzählte.

Der Elferrat unter dem Präsidium von Jens Weinriefer hatte einen bunten Programmkorb vorbereitet, voll mit abwechslungsreichem Allerlei. Die Kinderprinzessin Denise Hoffmann mit ihren Pagen eröffnete tanzend den Abend. Ein gut aufgelegter Musikverein Dernbach begleitete die Sitzung musikalisch. Mit einem amerikanischen Militärmarsch spielte er zum Einmarsch der Schlossgarde Montabaur - einer der Höhepunkte des Abends.

Schwungvoll und temporeich eröffnete der Nachwuchs den Tanzreigen, gefolgt von schwungvollen Mädchen, denen die Freude am Auftritt anzusehen war. Beim Gesellschaftstanz der Älteren in ihren blau-weißen Gardeuniformen klatschte das Publikum mit: "Mariechen, tanz!", hieß es schließlich für Rebecca Barbanus, die als Funkenmariechen mit einem artistischen Schautanz begeisterte. In der Bütt präsentierte sich Thomas Kespe als "geplagter Mann im Advent" und kultivierte die stimmliche Monotonie, um schlüpfrige Pointen an den Mann zu bringen.

Elferratsmitglied Friedel Wiesenmayer schilderte seine Erlebnisse in Montabaur als Stadtstreicher.

Rotzfrech und resolut: Dorothe Holly ist der "Schusterjung`" und entwickelte mit Verve und ordentlich Pferdestärken eine phantasiereiche Vision: Die Formel Eins kommt nach Montabaur, und Lokalmatador Willi Löwenguth ist am Start!

Ein brillanter Erzähler und Conférencier war "Protokoller" Arnold Lindner. Mit zynischem Scharfsinn und Wortwitz parlierte er über Politik, Sport, Kultur und Lokales. Sein Blick in den Narrenspiegel war so deutlich und enthüllend wie der morgendliche Blick in den Badezimmerspiegel unter grellem Neonlicht. "Gugge mer ma."

Der Musikverein aus Bad Ems holte das Publikum von den Sitzen. Mit Kostümen aus Tausendundeiner Nacht quirlte die Gruppe auf der Bühne. Brasilianische Rhythmen, Stimmungslieder - das Repertoire war groß, laut, mitreißend. Ein Kracher. Weitere Schautanzgruppen rahmten das Programm. Die Nachwuchs-Riege der Ersten Schautanzgruppe Montabaur stand nabelfrei auf der Bühne. "What a feeling!" Dreizehn Boxenluder brachten Mädchenphantasien aus der Formel Eins nach Montabaur. Damit machte die erste Schautanzgruppe Montabaur das Rennen.

Bei den Last-Minute-Dancers kamen auch die Damen zu ihrem Recht: Auch Männer tanzten mit. "Zugabe"-Rufe waren nicht immer zwingend deutlich zu vernehmen. Das störte den Präsidenten Jens Weinriefer wenig. Er ließ die Puppen zweimal tanzen. Vielleicht weil er am nächsten dran saß.

Kölsches und sonstiges Stimmungs-Liedgut von den Sud-House-Boys ließ den bunten Abend ausklingen. In der zweiten Sitzung am Samstag, 26. Januar, hoffen die ideenreichen Montabaurer Narren dann aber ein volles Narrenhaus zu haben, wenn es wieder heißt: Der Prinz kommt. Markus Mille

Karten zur zweiten Sitzung gibt's bei Toto-Lotto Langshausen in Montabaur. Kosten: 10,23 Euro
 
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