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Presseartikel Außerirdische Gäste im Pfarrzentrum
Exorbitanter Spaß erwies sich als äußerst ansteckend - Humor-Epidemie verbreitete sich in Montabaur in Windeseile

Außerirdische Gäste im Pfarrzentrum

"Narretei in der Pfarrei" zog Feierfreudige an

MONTABAUR. Die auch vom "Bazillus Carnevalis" befallene Pfarrei St. Peter in Ketten zeigte sich wenig resistent: Am Samstagabend nämlich erlagen im festlich dekorierten Pfarrzentrum zahlreiche Pfarrangehörige der derzeit grassierenden, als Epidemie auftretenden und daher höchst ansteckenden Krankheit, denn sie tagten in bester Laune.

Dazu trugen die guten Vorträge bei, die in langer Arbeit vorbereitet worden waren und von Theresia Schmidt und Karl Ortseifen (beide aus der Montabaurer "Dependance" Ettersdorf) wortgewandt serviert wurden. Günter Orthey als Kellner vom "Gasthaus zum schmutzigen Löffel" suchte mit dem Daumen in der Brühe einen Teller Suppe ausgerechnet bei Pfarrer Barthenheier los zu werden. In der Person von Marianne Wagner versteckte sich eine eifrige Kirchenbesucherin, deren Gedanken jedoch nicht im Himmel, sondern ständig daheim beim möglicherweise nicht abgeschalteten Elektroherd weilten.WWZ030303

Die Sudhausboys, seit Jahren Mitwirkende bei der Pfarrfastnacht, erfreuten mit einer ganzen Serie von Kölschen Ohrwürmern. Anders als eine Gesangsgruppe von "Cäcilianern", die, am Flügel begleitet von Alfred Koob, im Nachtgewand als "Frostbeulen von St. Cäcilia" die gute, alte Bettflasche als unverzichtbares Utensil für die Nacht besangen. Diakon Michael Pauly war in die Rolle eines "Fastnachters" geschlüpft und gehörte mit Heinz-Walter Barthenheier und Kaplan Klaus Nebel zu einem Dreier-Sketch, bei dem ein Pfarrer wegen seiner Wettleidenschaft Ärger mit dem Bischof bekam.

Karl Ortseifen, im Zivilberuf Polizist, berichtete als Angehöriger der "Weltraumpolizei" von einem Einsatz, bei dem er auf Streife einige Verstöße der prinzlichen "Außerirdischen" festgestellt und zu ahnden hatte. Einen überschäumend herzlichen Empfang bereiteten die Feiernden Prinz Charly I. und seinem Anhang. Die Tollität, stets redegewandt, eroberte die Herzen seiner Untertanen im Sturm. Die 1. Schautanzgruppe Montabaur und die Schloss Garde erfreuten mit Tänzen, und das Kinderprinzenpaar vertrat mit einem begeisternden Auftritt den prinzlichen Nachwuchs der Stadt - auch St. Peter versteht närrisch zu feiern. (jos)
 
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